Die Krise auf der Krim für die Energiewende nutzen

Aktuell steht die Krise um die Krim bzw. um die Ukraine im Fokus der Medien und es wird viel darüber debattiert, wie die Krise überwunden wird und welche Auswirkungen der Zusammenstoß zwischen der Ukraine und Russland für Europa hat. Die Debatte ist auch notwendig, um aus der Krise herauszukommen und nicht in einen neuen Kalten Krieg mit Russland zu gelangen. 

Die Krise um die Krim und das Energieproblem

Dabei sah alles so schön aus, Russland schien auf der Seite von Europa zu stehen und viele Experten sahen Russland bereits als engen und vertrauensvollen Verbündeten im Energiebereich und vielleicht sogar schon, im weit entfernten Blick, in der NATO. Das änderte sich aber schnell, nachdem die Demonstrationen in der Ukraine aufflammten und eine neue Regierung im Parlament der Ukraine einzog. Nach vielen Problemen und Unruhen löste sich die Krim von der Ukraine ab und ging zu Russland über. Dieses Auseinanderreißen eines Staates durch sich selbst und durch Russland versetzt Europa in ein neues Zeitalter und die Energiewende wird wichtiger denn je und muss komplett neue durchdacht werden und das nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa.

Wie muss sich die Energieversorgung ändern

Die Energiewende ist grundsätzlich weiterzuführen, nur das sie nicht mehr auf Zweige aufgebaut werden kann, bei denen Europa von Russland abhängig ist. Die Energieversorgung durch Russland darf nur eine zusätzliche Möglichkeit sein, auf die Europa im Notfall verzichten kann. Das heißt, der Einkauf von Erdgas soll weitergehen, wenn das Gas günstig ist, aber es darf keine Abhängigkeit entstehen. Dabei muss auf verlässliche Partner zurückgegriffen werden. Das wird wiederum zu einem Engpassproblem führen, welches durch andere Energieformen auszugleichen ist. Dasselbe gilt für die Ölförderung.

Die erneuerbaren Energien müssen stark ausgebaut und erforscht werden, dadurch werden sie günstiger und effektiver. Vor allem dürfen sich die großen Energiekonzerne nicht mehr gegen die Energiewende stellen und auch in der Bevölkerung muss sich das Denken bezüglich neuer Stromtrassen und Windräder ändern. Eine Unabhängigkeit von externer Energie kann nur erreicht werden, wenn alle ihren Beitrag dazu leisten, damit ist nicht nur der finanzielle Beitrag gemeint, auch der Beitrag vor der Haustür und bei den Unternehmen darf nicht mehr nur der Gewinn im Vordergrund stehen.

Weiterhin muss die Energieversorgung innerhalb Europas verbessert werden. Ein Ausgleich von benötigter und vorhandener Energie muss übergreifend in ganz Europa stattfinden. So kann der Sonnenstrom in Spanien viel effektiver hergestellt werden, als in England. Das Problem mit der Stromverteilung in Deutschland muss auf ganz Europa umgelegt und erfolgreich behoben werden. Denn eine optimale Energieverteilung ist der Grundstein für eine sichere Energieversorgung der Haushalte und der Unternehmen.

Diese ganzen Punkte zur Energieunabhängigkeit in Europa werden viele Gelder kosten und die Energiewende wird dadurch bestimmt nicht billiger. Aber durch Weiterentwicklung und das notwendige Wissen könnte Europa wesentlich unabhängiger werden und seine eigene Wirtschaft stärken. Europa sollte nicht immer nur die Nachteile im Punkt „Kosten“ sehen, auch die Vorteile und die Unabhängigkeit sind nicht zu vernachlässigen.

„Nur wenn man etwas probiert, kann es auch gelingen“

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