Das Fracking

Das Fracking als modernes Verfahren zur Gasgewinnung

Der Begriff Fracking liegt in aller Munde. Das moderne Konzept verspricht die Nutzung von tiefer liegenden Gasansammlungen und Ölvorkommen. Diese liegen in tieferen Gesteinsschichten und wären mit anderen Methoden nur schwer zu finden und zu fördern. Die Gewinnung von Ressourcen durch Hydraulic Fractioning erfolgt durch eine moderne Prozedur.

Die Bohrungen nach Ressourcen

Beim Fracken werden mehrere Löcher durch Horizontalbohrungen erzeugt und einzeln bearbeitet. Die Löcher werden jeweils seismisch überwacht, um das Druckniveau an die Ausbreitung der Risse anzupassen. Für die Gasbohrungen und die Suche nach Erdöl wird ein Gemisch aus 0,5 Prozent chemischen Zusätzen, fünf Prozent Sand mit Keramikkügelchen, den so genannten Proppants, und circa 94,5 Prozent Wasser mit einem sehr hohen Druck in eine Gesteinsschicht gepresst. Das Gestein wird durch dieses Vorgehen aufgebrochen und durch den beigemengten Sand offengehalten. Durch die Ritzen strömen Gas oder Öl an die Oberfläche bzw. zu den Rohren und sind auf diesem Wege zu fördern.

Fracking, Segen oder Fluch

Grobe Übersicht wie Fracking funktioniert

Die Anwendung von Chemikalien

Die Chemikalien, die hierfür zum Einsatz kommen, sind insbesondere Kaliumchlorid, Zitronensäure, Boratsalze, Isopropanol, das Amid der Ameisensäure Dimethylformamid und Glutardialdehyd. Derartige Zusätze töten Bakterien und schützen das Arbeitsmaterial vor Korrosionsschäden. Zudem besitzen die Chemikalien die Funktion von Schmier- und Verflüssigungsmitteln. Die Zusammensetzung des Chemikalien-Mixes wird in Abhängigkeit von Gestein und Tiefe der Lagerstätte der Ressourcen bestimmt. Durch den intensiven Chemikalieneinsatz besteht die Möglichkeit, dass das Grundwasser verschmutzt werden könnte. Aus diesem Grund und aus Kostengründen versucht man die Menge an Chemikalien zu reduzieren.




Der Aufwand und die Modernisierung von Verfahren

Das Verfahren des Fracking soll aber vorangetrieben werden. Mittlerweile haben Konzerne, wie der Ölmulti ExxonMobil die Zahl der chemischen Beimischungen bei Bohrungen signifikant reduziert. Auch wird mit neuen Methoden gearbeitet und geforscht, wie etwa über Verfahren mit Propangas in Gelform. Gasbohrungen sind auch in Deutschland bereits seit geraumer Zeit im Gespräch. Ein weiteres Problem liegt aber nicht nur bei den Chemikalien, sondern auch bei der immensen Verwendung von Wasser. Der Aufwand steht noch nicht in einem ausgewogenen Verhältnis zum Ergebnis. Das Fracking in den USA verwendet beispielsweise für eine Gasquelle zwischen 8 und 19 Millionen Liter Wasser. Der jährliche Bedarf an Wasser beläuft sich daher schnell auf rund 530 Milliarden Liter. Verunreinigtes Wasser wird meist wieder an die Oberfläche gepumpt und mit dem gewöhnlichen Abwasser im Kanal gereinigt, sodass es wieder verwendbar ist. Rund 30 Tage nach dem Einpumpen tritt vom Grund her noch Wasser zurück an die Oberfläche.

Das grundlegende Interesse am Fracking

Die Ursache für die Anwendung des aufwendigen Verfahrens liegt in den immensen Preissteigerungen für Öl und Gas auf den Märkten. Die Gasbohrungen senken den Gaspreis und fördern zumeist eine große Menge des Klimagases Methan innerhalb eines Gasgemisches aus ergiebigen Quellen im Grund. Die unterirdischen Quellen bergen für die Versorgung mit Ressourcen noch große Mengen an Bodenschätzen. Der Aufwand und die Kosten für die Gasbohrungen steigen auf einer Fläche mit der Zeit rapide an. Nach Einschätzung ist das Fracking in den USA rentabel, aber würde sich im großen Rahmen in Europa auf Grund der Gaspreise noch nicht lohnen.

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