Mikroohmmeter

Mikroohmmeter – Messgeräte für die kleinsten Widerstände

Mikroohmmeter sind Messgeräte zur Widerstandsmessung von elektrischen oder mechanischen Übergängen, die für einen sehr kleinen bzw. sehr niedrigen Messwert ausgelegt sind. Normale Widerstandsmessgeräte sind in diesen sehr niedrigen Bereichen relativ ungenau. Das liegt an der Toleranz und den Messbereichen, für die jedes Widerstandsmessgerät ausgelegt ist.

Das übliche Einsatzspektrum liegt im Hoch- und Mittelspannungsbereich der Energieversorgung. Dort werden mit den Mikroohmmetern elektrische Verbindungen, wie zum Beispiel Verbindungen von Sammelschienen oder Steckverbindungen an Verteilungsanlagen auf ihre Übergangswiderstände überprüft. Aber auch bei Schweißverbindungen oder zur Messung an Induktivitäten von Transformatoren, Generatoren und Motoren werden die Mikroohmmeter eingesetzt.

Der Messbereich der Mikroohmmeter ist sehr genau

Die Mikroohmmeter der MPK-Reihe messen in sehr kleinen Messbereichen, bis zu einer Auflösung von 0,1 µΩ, weshalb auf die Genauigkeit ein enormer Wert gelegt wird. Die hohe Genauigkeit wird durch erstklassige Signalverstärker im Mikroohmmeter realisiert und verwirklicht. Auch bei Messströmen zwischen 1mA und 200A arbeiten die Verstärker und Auswerteelemente noch hervorragend. Weiterhin arbeiten die Signalverstärker der Mikroohmmeter ohne Offset und mit einer hohen Langzeitstabilität, wodurch eine zusätzliche Exaktheit erreicht wird. Damit die sehr genauen Ergebnisse des Mikroohmmeters nicht weiter verfälscht werden, werden zur Messung nur hochwertige Klemmen mit geringsten Übergangswiderständen verwendet, diese beeinflussen das Messergebnis fast nicht.

 

 

Für optimale Messergebnisse sollte jedes Bauteil oder jede Verbindung separat bzw. einzeln gemessen werden. Das minimiert die Fehlerwahrscheinlichkeit und die einzelnen Übergangswiderstände können sich nicht addieren. Bei der Messung mehrerer Messstellen mit dem Mikroohmmeter sollte deshalb beachtet werden, dass dadurch eine Reihenschaltung der Widerstände entsteht und das Ergebnis verfälscht wird. Wenn die Gegebenheiten keine andere Messmöglichkeit erlauben, sollte das Wissen über die gemessene Reihenschaltung mit in die Auswertung einfließen und Beachtung finden.

Die Energiezufuhr spielt eine wichtige Rolle beim Mikroohmmeter

Leider wird der Energiezufuhr des Messobjektes oft zu wenig Beachtung geschenkt, aber jeder Widerstand verändert sich durch Wärmeeinwirkung. Gerade bei Messungen im Mikroohmbereich, welche bei Übergangswiderständen verwendet werden, muss auf die Erwärmung besonders geachtet werden. Um Fehler durch Erwärmung auszuschleißen bzw. zu verringern, kann nach der Messung mit dem Mikroohmmeter eine Fehlerberechnung durchgeführt werden. Dazu wird der spezifische Widerstand des Materials und die Temperatur benötigt, anschließend wird durch die Berechnung der optimale Widerstand ermittelt.

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