Energiewende – wohin geht der Strompreis?

Diese Frage stellt man sich dieser Tage als Verbraucher. Denn bald liegen die Preise für Strom in Deutschland 45 Prozent über dem EU-Schnitt, das spricht Bände. Werden hier dringend notwendige Umbruchmaßnahmen in der Stromgewinnung finanziert? Oder wird unter dem Deckmantel der „Nachhaltigkeit“ in die eigene Tasche, statt in die Zukunft gewirtschaftet?

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Der „Energiewende-Index 2012“ von der Beratungsgesellschaft Mc Kinsey deckt zum Beispiel auf, das die Bundesregierung bei den wichtigsten Zielen ihrer Energiewende mehr und mehr vom Weg abweicht. Die Kosten für Netzeingriffe und EEG-Umlagen steigen stetig. Als positive Veränderung, registrieren die McKinsey-Berater, dass der Zubau von Ökostrom-Anlagen, insbesondere der Photovoltaik weiter voran schreitet. Im vergangenen Vierteljahr haben sich, aber auch die Arbeitsplätze im Bereich erneuerbarer Energien weiter positiv entwickelt. Selbst die energieintensive Industrie hat bei den Arbeitsplätzen zugelegt. Die Studie von McKinsey sagt aber auch aus, dass die Zielerreichung bezüglich der Wirtschaftlichkeit unrealistisch sind, da die Industriestrompreise immer noch 20 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegen. Zusammengefasst ist aus der Studie abzuleiten, dass die Ziele der Energiewende in Deutschland grundsätzlich richtig sind, der eingeschlagene Weg aber überdacht werden sollte. Hier fehlt es an Flexibilität um den neuen Weg stetig um und auszubauen, ihn an wissenschaftliche und wirtschaftliche Ergebnisse anzupassen und um ihn ganz aktuell den Bedürfnissen der Gesellschaft anzugleichen.

Haushalten wird dringend empfohlen, einen Strompreisvergleich durch zu führen, um den günstigsten Stromanbieter zu ermitteln.

Denn eine Strompreis-Erhöhungen 2013 würde die deutschen Haushalte um weitere 95 Euro pro Jahr belasten. Damit werden die privaten Verbraucher in Deutschland durchschnittlich 45 Prozent mehr für Elektrizität bezahlen, als die Verbraucher in anderen EU-Staaten. Zudem können durch die Absenkung der Versorgungssicherheit noch zusätzlich weitere Kosten entstehen. Dazu kommt, dass einige konventionelle Kraftwerke aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit vor der Betriebsaufgabe stehen, dies könnte eben so zu hohen Belastungen führen.

Die Bereiche Biomasse und Windkraft haben dazu geführt, dass gerade in Nordrhein-Westfalen der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch mehr als verzehnfacht wurde. Für die konkrete Umsetzung der Energiewende in Deutschland fordern die Länder vom Bund ein langfristiges Konzept. Die Länderminster verlangen von der Regierung, dass sie dafür sorgen, dass sich die Strompreise stabilisieren. Damit die Belastungen für die Verbraucher, für kleine und für mittelständische Unternehmen nicht zu sehr steigen. In Deutschland sind die Aussichten für eine stabile Konjunktur und den Arbeitsmarkt gut, jedoch müssen auch die internationalen Entwicklungen beachtet werden.

Derzeitig stehen also alle Zeichen darauf, dass der Strompreis für Verbraucher aber auch für Unternehmen weiter steigen wird.

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