Gaskraftwerk Irsching – der Wahnsinn der Energiewende

Das Gaskraftwerk Irsching, das in der Nähe von Ingolstadt steht, ist eines der modernsten und neuesten Gaskraftwerke in Deutschland. Leider zu modern, denn die neue Technik ist teuer und damit unrentabel. Aus dem Grund der zu hohen Kosten geht der Betreiber Eon den weg der Stilllegung des modernsten Gaskraftwerkes. Zumindest droht Eon die Stilllegung von Irsching erstmal an, um damit eine Debatte über die Strompreise und die Energiewende in Gang zu bringen. Diese Debatte passt der Politik aber überhaupt nicht, denn Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will nicht an der Energiewende rütteln und setzt sich für Stromtrassen ein, diese Stromtrassen lehnt Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer aber strikt ab und setzt gerade auf moderne Gaskraftwerke. Durch die Androhung von Eon wird Horst Seehofer sehr stark unter Druck gesetzt, denn ohne Gaskraftwerke in Bayern kann er nicht auf die Stromtrassen verzichten. Wenn der Verzicht überhaupt funktioniert. Denn Bayern ist eines der Bundesländer, die am meisten auf den Strom angewiesen sind. Das liegt an der hohen Industriealisierung und der gut entwickleten Wirtschaft.

Ein Widerspruch gegen das Gaskraftwerk Irsching liegt bei der Weiterbetreibung der Kohlekraftwerke. Diese sind zwar günstiger im Unterhalt, produzieren aber wesentlich mehr CO2 und meist sind diese Kohlekraftwerke sehr veraltet. Irsching muss aktuell durch die Regierung mit jährlich 60 Mio. Euro zusätzlich finanziert werden, damit Eon das Gaskraftwerk überhaupt betreibt. Der günstige Strompreis sorgt für minderen Einahmen.

Wie es mit dem Gaskraftwerk Irsching weiter geht wird sich die nächsten Wochen und Monate zeigen und vor allem wie die Entscheidung auf die Energiewende umgesetzt wird und wie der Ministerpräsident Horst Seehofer mit einer Entscheidung umgeht, egal welches Ergebnis für das Gaskraftwerk Irsching getroffen wird.

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