Gibt es für RWE durch die Energiewende Milliardenverluste?

Der zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE schreibt kaum Verluste. Allerdings kam es nun dazu, dass das Unternehmen seit 1945 das erste Mal ernsthaft in die roten Zahlen gerutscht ist. Die Bilanz des Unternehmens gibt an, dass diese im Nettoergebnis bei minus 2,8 Milliarden Euro abschneidet. Schuld daran tragen die Abschreibungen auf konventionelle Kraftwerke. Der Konzern ist nicht mehr in der Lage, hohe Verluste direkt zu schultern. Man vermutet, dass die Energiewende ebenso einen Einfluss auf Bewegungen der Gewinnsummen im Konzern besitzt.

Wie kommt RWE in die roten Zahlen?

Im Vorjahr war RWE noch nicht einmal annähernd in Schwierigkeiten. Denn zu diesem Zeitpunkt waren es noch 1,3 Milliarden Euro, über die das Unternehmen allein in diesem Jahr verfügte. Das Nettoergebnis, das bereits um Abschreibungen bereinigt wurde, gibt leicht nach. Und zwar von knapp 2,5 auf 2,3 Milliarden Euro. Grund allein sind hierbei die Abschreibungen. Somit verzeichnet das Unternehmen seit seiner Gründung aus dem Jahr 1949 zum ersten Mal einen deutlichen Rückschlag. Dabei kommt es aber nicht nur für das Unternehmen zu einem signifikanten Schaden, sondern auch für die Anleger auf dem Aktienmarkt.

 

 

Der Sparkurs des Unternehmens

Aus diesem Grund ist das Unternehmen RWE nun gezwungen einen neuen und überaus harten Sparkurs einzulegen. Dieser soll dafür sorgen, dass bislang verzeichnete Verluste wieder bereinigt werden können. Für das Jahr 2013 will RWE aus diesem Grund nun seine Dividende auf einen Euro halbieren. Diese Entscheidung stammt direkt von Konzernchef Peter Terium. Der Rettungskurs soll möglichst schnell greifen, da für das Jahr 2014 ebenso hohe Einbußen vorausgesagt werden. Man rechnet damit, dass vor allen Abzügen durch Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ein Gewinn auf 7,6 Millarden bis 8,1 Milliarden Euro geschätzt werden kann. Darüber hinaus wird auch für die Dividende erwartet, dass das nachhaltige Nettoergebnis auf 1,3 Millarden bis 1,5 Millarden Euro sinkt.

 

 

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