Müssen die Deutschen jetzt Gas und Benzin bunkern?

Der Konflikt, den Putin mit seiner gewaltsamen Bedrohung auf der Halbinsel Krim ausgelöst hat, kann möglicherweise auch weitere Auswirkungen auf die Preise für Öl und für Gas zeigen. Gibt es hier erst einmal einen Engpass, steigen die Preise in einen unermesslichen Bereich. Dies momentan allerdings noch sehr spekulativ.

Der Einsatz von Gas und Benzin als Druckmittel

Es mag in naher Zukunft geschehen, dass Rohstoffe, die uns nicht zur Verfügung stehen und die von Russland geliefert werden, nun auch als Politikum für das Erzeugen von Druck in der Durchsetzung der eigenen Position werden. Russland ist ein überaus wichtiger Lieferant. Es gelangen rund 31,4 Millionen Tonnen Öl von Russland nach Deutschland, wie aus den Zahlen des letzten Jahres deutlich wird. Dies sind etwa 34,8 Prozent der gesamten Einfuhren. Für die Gasimporte sind es sogar rund 38,7 Prozent. Es könnte sich also eine neue Energiekrise anbahnen. Denn die Märkte reagieren sehr sensibel auf derartige politische Entwicklungen, wie schon die Börse anmerken ließ.

 

 

Die Reaktion der Energiemärkte

Sollten die Lieferungen ausbleiben, dann sind Lücken nicht mehr so schnell zu ersetzen, obwohl die Pipeline Nord Stream durch die Ostsee eine Besserung bringen konnte. Geopolitische Krisen bringen den Preis sehr schnell zum Steigen. Vor einigen Wochen war der Preis für Öl aber erst um rund 20 Prozent gesunken, sodass der plötzliche Anstieg vor wenigen Tagen noch nicht zu einer Katastrophe führte. Für den Verbraucher bleiben die Preise noch stabil, obwohl die Energiemärkte schon jetzt nervös reagieren. Allerdings kann Russland auch nicht einfach so den Gashahn zudrehen. Denn für Russland ist es von immenser Wichtigkeit in seiner maroden Wirtschaft, diese Einnahmen auch weiterhin zu erhalten. Im Jahr 2006 und in 2009 kam es allerdings schon einmal zu Preissteigerungen bei Problemfällen rund um die Pipeline. Deutschland hortet für den Ernstfall allerdings verpflichtend eine Ölreserve für etwa 90 Tage.

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