Prokon – ein Desaster in der Windenergiebranche

Bei Prokon lief nicht alles richtig, aber der Grundgedanke war bestimmt gut. Doch leider brach das ganze System vor einigen Wochen zusammen. Das war für viele Anlagespezialisten auch absehbar, denn wer kann für Windenergie schon sichere 8 Prozent Zinsen bieten. Das nicht möglich, denn Prokon selber muss ja schließlich auch noch finanziert werden. Die Rechnung für eine solch große Fehlplanung dürfen jetzt über 75.000 Anleger zahlen und das summiert auf bis zu einer Milliarde Euro.

Aktuell befindet sich Prokon in einem vorläufigen Insolvenzverfahren, hierbei wird geklärt ob das Anlageunternehmen untergeht oder ob es vielleicht doch noch eine haarscharfe Rettung gibt. Diese könnte in einen kompletten Neuaufbau mit anderen Strukturen aufgehen oder das Unternehmen könnte auch zerschlagen werden, damit mehr Transparenz entsteht. Dazu passte auch die am 23.01.2014 veranstaltete Pressekonferenz in der Produktionshalle von Prokon in Itzehoe. Dort wurde von Prokon geladen und der Geschäftsführer Rodbertus trug seine Vorstellungen zur Rettung und zur aktuellen schlechten Lage von Prokon vor. Leider war das Ambiente schlecht und kalt und die Reporter durften nur stehen, denn Sitzplätze waren nicht verfügbar. Es wird spekuliert, das die Produktionshalle Aufbruch und Weitermachen signalisieren soll und für Prokon werben soll.

Prokon Windrad

Um die Anleger auszahlen zu können versucht Prokon jetzt Windparks zu verkaufen und damit an zusätzliches Geld zu kommen. Denn nach der Kündigung der Genussrechte wollen diese Anleger auch Ihr Geld zurück. Weiterhin beton der Chef ausdrücklich, dass keine Rechnungen an Lieferanten und keine Gehälter der Mitarbeiter ausstehen.

Dabei stellt der vorläufige Insolvenzverwalter die Lage von Prokon etwas schlechter dar, so meint er das es am Anfang der Insolvenzfrage zu einigen Unstimmigkeiten kommen wird und das erstmal überprüft werden muss, wie liquide Prokon überhaupt ist. Also bleibt nur abzuwarten wohin die Reise von Prokon geht und das werden die nächsten Monate zeigen. Aber hoffentlich in die richtige und positive Richtung, denn das wäre für die Energiewende ein positives Signal, alles andere würde nur Unmut schüren und die Anleger verunsichern.

 

 

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