Biogasanlage

Biogasanlagen sind in den letzten Jahren, wie Pilze aus dem Boden gewachsen. In jedem größeren Dorf steht mittlerweile eine solche Biogasanlage und viele Bauern haben durch das Biogas einen ordentlichen Nebenerwerb für sich entdeckt. Das ist auch kein Wunder, denn aus der Gülle einer Kuh können laut Bundeslandwirtschaftsministeriums jährlich 1000 Kilowattstunden Strom gewonnen werden. Das sind gut 1/3 des normalen Verbrauchs eines durchschnittlichen Haushaltes. Aber die Biogasanlagen bieten neben vielen Vorteilen auch einige Nachteile und etliche Anlagen sind vollkommen überdemensioniert und rechnen sich nur schwer.

Die Funktionsweise von Biogasanlagen

Die Biogasanlage erzeugt Biogas, wie der Name schon sagt, gleichzeitig wird dieses Gas in einigen Betrieben auch in einem angschlossenen Blockheizkraftwerk in elektrische Energie oder Wärme umgewandelt und direkt ins Energienetz eingespeißt. Das Biogas entsteht durch Vergärung von Biomasse. Diese Biomasse besteht aus Tierexkrementen (Mist, Gülle), Energiepflanzen (Mais, Gras) oder aus Abfällen aus der Biotonne. Neben dem gewonnenen Biogas entsteht auch ein Nebenprodukt, der sogenannte Gärrest, welcher als Dünger wieder verwendet wird.

………weiteres folgt.

Die Vorteile von Biogas und Biogasanlagen

  • Regenerative Energiequelle und dadurch Einsparung fossiler Energieträger
  • Verwendung ungenutzter Pflanzen und Pflanzenreste
  • Hohe Energieausbeute pro Anbaufläche, wobei wertvolle Anbaufläche für Nahrung fehlt
  • CO2-Ausstoß ist fast neutral, wenn der Anbau und die Ernte nicht berücksichtigt werden
  • Dezentrale Stromerzeugung
  • Durch kontinuierliche Stromerzeugung, auch nachts
  • Verbesserte Düngerqualität durch Gärreste
  • geringere Geruchsintensität
  • besser als künstlicher Dünger
  • Vergärung von Gülle verhindert Methan- und Geruchsemissionen
  • Biogas kann für Strom, Wärme und als Methan für umgerüstete Kraftfahrzeuge genutzt werden.
  • Aufbereitetes Biogas kann als Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist werden
  • Einkommensalternative für viele landwirtschaftliche Betriebe

Die Nachteile von Biogas und Biogasanlagen

  • sehr intensive Landwirtschaft
  • Konkurrenz zwischen Nahrungsmittel-, Futtermittel und Energiepflanzenerzeugung
  • Anstieg der Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen
  • entstehende Gase können zur Explosion, Erstickung oder Vergiftung führen
  • Methan Emissionen an Biogasanlagen sind zu vermeiden, da sehr hoher Treibhauseffekt.
  • Gülle mit Antibiotika darf nicht in zu hoher Konzentration in den Gärprozess gelangen

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