Strom von Braunkohlewerke – dreckig oder sinnvoll?

Die Auswertung der EU- Kommission hat ergeben, dass fünf der zehn Kohlekraftwerke mit dem höchsten CO² Ausstoß in Deutschland stehen. Während sich auf dem ersten Platz ein polnisches Kraftwerk befindet, befindet sich auf den folgenden drei Plätze deutsche Braunkohlemeiler. Der CO² Ausstoß des ersten und zweiten Platz entspricht jeweils etwa dem Jahresausstoß von Slowenien. Ebenso besorgniserregend ist der Gesamtausstoß der der zehn Anlagen, welcher bei 212   Millionen Tonnen liegt. Für mehr als die Hälfte sind deutsche Anlagen verantwortlich. Nach wie vor wird ein großer Teil des in Deutschland produzierten Stromes, durch Braun- und Steinkohlewerke geschaffen. Die Stromerzeugung aus Braunkohle ist umweltschädlicher als die Gewinnung von Strom beim Einsatz von Steinkohle. Den höchsten Ausstoß hat das Kraftwerk Belachtow und wird direkt gefolgt vom Kraftwerk Neurath, Kraftwerk Niederaußem und Kraftwerk Jänschwalde.


Stromgewinnung in Deutschland

Die Stromgewinnung in Deutschland erfolgt auf sehr unterschiedlicher Weise. Während etwa 30 Prozent durch die Verfeuerung von Braunkohle produziert wird, liegt der Anteil von Steinkohle lediglich bei 20 Prozent. Atomkraft macht hingegen nur noch 16 Prozent aus und wird in den kommenden Jahren weiter nach unten sinken, bis die Werke vollständig abgeschaltet werden. Diese Anteil wird unter anderem durch die Erneuerbaren Energien aufgefangen, welcher aktuell bei 20 Prozent liegt. Selbst der Anteil von Erdgas macht ungefähr 10 Prozent aus. Der Rest verteilt sich auf   weitere Methoden, zu denen auch die Solaranlagen und Biogasanlagen zählen, die sich im privaten Besitz befinden.

Weitere Luftverschmutzung in Deutschland

Es sind nicht nur die Braunkohlekraftwerke alleine, die einen hohen Kohlendioxidausstoß mit sich bringen. Ob die zahlreichen Gas- und Ölheizungen in den Häusern oder Antrieb der Fahrzeuge mit fossilen Energien, Kohlendioxid ist das Abfallprodukt bei der Verbrennung der fossilen Energien. Auch wenn die Unterschiede bei der Ausstoßmenge deutlich sind, sollte dennoch die Schädigung der Umwelt nicht unter den Teppich gekehrt werden. Die Zahlen sind dabei eindeutig. 80 Prozent der Energieerzeugung in Deutschland ist mit Kohlendioxidausstoß verbunden. Durch den Austausch von Erdgas zu Braunkohle kann das gesteckte Ziel bei der Ausstoßreduzierung nur mit Mühe erreicht werden. Die Messungen haben ergeben, dass der Kohlendioxidausstoß von 2012 auf 2013 wieder um 1,2 Millionen Tonnen angestiegen ist.

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